„Tue Gutes und rede darüber.“ – Auf dieses bekannte Sprichwort stoßen Sie immer wieder, wenn Sie sich auf die Suche nach einer leicht verständlichen Definition von Public Relations begeben.

Von wem ist dieser Satz eigentlich? Dieser Frage bin ich nachgegangen.

Zum einen ist es der Titel des 1961 erstmal erschienenen Buches „Tue Gutes und rede darüber. Public Relations für die Wirtschaft.“. Verfasst zur Zeit des deutschen Wirtschaftswunders von Georg-Volkmar Graf Zedtwitz-Arnim, der damals Kommunikationschef bei BASF war. Der Graf behandelt in seinem Werk Vertrauenswerbung und die notwendigen Anforderungen innerhalb einer Organisation. In seinem Verständnis war es Aufgabe der PR „das Bild, das Image des Unternehmens, so zu formen, daß es für die Öffentlichkeit akzeptabel, daß es sympathiefähig wird und bleibt.“

Der Titel wurde jedenfalls sprichwörtlich für die damalige Zeit und eine ganze Branche.

Ehrliche Public Relations

Manche schreiben das Zitat hingegen dem deutschen Politiker Walter Fisch zu. Fisch war in der Nachkriegszeit führender Politiker bei der KPD und von 1949 bis 1953 Mitglied des Deutschen Bundestages. Wo genau und in welchem Zusammenhang er „Tue Gutes und rede darüber“ gesagt haben soll, konnte ich nicht eruieren. Vielleicht ist diese Zuschreibung einfach nur ein Missverständnis oder Verwechslung.

Denn die Namensähnlichkeit mit dem Autor Walter Fischer ist auffällig. Letzterer (also der Fischer und nicht der Fisch) verfasste 2002 das Buch „Tue Gutes und rede darüber. Erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit für Non-Profit-Organisationen.“

In diesem sagt Fischer: „Ehrliche PR ist dazu da, eine Organisation positiv bekannt zu machen. Das Mittel ist die glaubwürdige Information. Das Vorgehen ist langfristig. Die Methode ist die Überzeugung. Der Grundsatz ist die Wahrheit. Und die Wirkung ist messbar (zu machen).“

Tue Gutes und lass andere darüber reden.

Im Wandel der Zeit kamen auf die PR Veränderungen zu. Social Media Relations bewirkten, dass im Zeitalter von PR 2.0 der interaktive Dialog und das Zuhören in den Fokus der Kommunikation rückten: „Tue Gutes und lass andere darüber reden.“ ist die logische Aktualisierung des Sprichwortes.

Aber selbst diesen Ansatz der Public Relations verfolgten andere schon viel früher. Der französische Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal postulierte bereits im 17. Jahrhundert: „Willst du, dass man Gutes von dir sagt, so sage es nicht selbst.“

 

Fotocredit: (c) Zur guten PR

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