Im Herbst 2017 bekam ich einen Anruf von Ruth Riehle, die durch Zufall auf „Zur guten PR“ gestoßen war. Sie sei Personal Trainerin und brauche punktuell Unterstützung in ihrer Öffentlichkeits- und Medienarbeit. (Stichwort Gesundheits-PR). Ob ich Interesse hätte?

Da ich selbst sehr gerne laufe (momentan aber viel zu wenig!) und wir am Telefon die gleiche Wellenlänge hatten, überlegte ich nicht lange und wir trafen uns.

 

Ruth Riehle – Ganzheitliches Lifemanagement

 

Gesundheits PR für Ruth Riehle Ganzheitliches Lifemanagement

 

Ruth ist bereits seit 1994 selbstständig tätig – zuerst in Deutschland, dann führte sie ihr Weg nach Tirol. Seit nunmehr zwölf Jahren führt die halbe Österreicherin in Wien ihr Unternehmen Ruth Riehle – Ganzheitliches Lifemanagement.

Ihr Credo:  Mit ganzheitlichen Bewegungstrainings möchte die Diplom-Sportwissenschaftlerin der Deutschen Sporthochschule Köln Fitness zum persönlichen Erlebnis machen.

Ruth holt jeden Menschen da ab, wo er steht. Verschiedenste Bewegungsmethoden, wie z.B.  Gentle Running (Laufen auf der Basis nach Feldenkrais), Rückentraining, Faszientraining, Beweglichkeits- Koordinationstraining, Yoga u.v.m. werden mit Ernährungsberatung, mentalem Coaching in einem individuellen Programm verbunden, um so das Bewusstsein für den Körper und seine Leistungsfähigkeit zu verbessern.

 

Im Interview: Ruth Riehle

 

Wie Ruth die Selbstständigkeit als Ein-Personen-Unternehmerin erlebt, wie sie selbst Kraft und Energie tankt und welchen Stellenwert Kommunikation und Gesundheits-PR für sie in ihrem beruflichen Alltag hat, erzählt sie in diesem Interview.

 

Mach es mal anders.

Ruth Riehle

 

Du bist Gründerin des Vienna Sightjoggings. Wie bist du auf die Idee gekommen?

Ruth Riehle: Wenn ich Städte bereise, erkundige ich mir sie zu Beginn immer gerne laufend.  Wenn ich durch eine Stadt laufe, am besten früh morgens, wenn noch ‚alles schläft‘ entdecke ich die vielen Gesichter einer Stadt am besten und spüre die individuelle Energie, die von ihr ausgeht.

Als ich nach Wien übersiedelt bin, hat mich Gerhard Buchegger, selbst in Wien lebend und Gentle Runner, auf die Idee gebracht, diese persönliche Vorliebe, Städte zu erkunden, professionell aufzuziehen. Er sprach’s aus und ich habe es umgesetzt.

 

Welche Touren gibt es?

Ruth Riehle: Es gibt 10 fixe Routen:
1:   Der Ring: Erleben Sie einen unvergesslichen Lauf über Wiens schönsten Prachtboulevard…
2:   Stephansdom/Zentrum:  Entdecken Sie die Altstadt Wiens und ihre einzigartige Architektur…
3:   Naschmarkt/Belvedere: Kitzeln Sie Ihre Sinne und erleben Sie die internationale Vielfältigkeit an Gewürzen,…
4:   Schönbrunn: Einst spazierte hier die Kaiserfamilie durch den Schlosspark von Schönbrunn…
5:   Prater/Hundertwasser: Erleben Sie die Prater Hauptallee, Teilstrecke des Vienna City Marathons,…
6:   Donauinsel/Uno: Wien bietet viel…neben Kultur auch viel Grün, viel Wasser und frische Luft…
7:   Melange: Wir begeben uns auf die Spur der Wiener Kaffeehauskultur…
8:   ShopRun – Wiener Design:  Lassen Sie sich verführen auf den feinsten Shopping-Meilen in Wien…
9:   Shoprun – hipp & trendy: Wohin das Auge reicht…originelle Shops und Läden…
10: mit Freud’ zu Freud – der Alsergrund: Entdecken Sie einen bürgerlich-intellektuell geprägten Teil Wiens…

 

Woher kamen die bisherigen LauftouristInnen? Läufst du auch mit WienerInnen die Vienna Sightjoggings?

Ruth Riehle: Das Vienna Sightjogging wird sowohl von Touristen, die Wien kennenlernen wollen, oder die beruflich nach Wien reisen, als auch von den Wiener/innen gebucht. Wir hatten schon Kunden aus der Schweiz, Deutschland, Italien, Australien, Holland, Frankreich, England, …

Die  Wiener/innen die das Vienna Sightjogging buchen, wollen ihre schöne Stadt  einmal anders erleben und ihr Lauftraining abwechslungsreich gestalten. Das Angebot ist auch für in Wien ansässige Firmen, die Ihren Mitarbeiter/innen oder Gästen eine besondere Veranstaltung bieten wollen, interessant.

Gerne wird das Vienna Sightjogging auch verschenkt.

Zwei Jahre lang habe ich auch für Teilnehmer/innen des Vienna City Marathons das Vienna Sightjogging angeboten. Meine Guides und ich haben die Teilnehmer/innen während des Marathons und des Halbmarathons mit Sighjogging begleitet, gecoacht und über die Ziellinie gebracht.

 

… über Kommunikation mit Medien und Gesundheits-PR

Wie hast du es gemacht, dass du damals diese Medienresonanz erhalten hast?

Ruth Riehle: Interessanterweise habe ich puncto Gesundheits-PR gar nichts aktiv gemacht. Irgendwann kam ein Journalist auf mich zu und hat einen Bericht über das Vienna Sightjogging, das damals etwas ganz Neues war, geschrieben. Danach kamen die anderen Medien auf mich zu. Durch die Teilnahme am Vienna City Marathon wurde das Vienna Sightjogging dann noch bekannter.

 

Bist du aktiv auf die JournalistInnen zugegangen?

Ruth Riehle: Nein. Irgendwie kam eins zum anderen.

Nur ein einziges Mal wurde ich aktiv. Das war, als ich am ausgeschriebenen Preis der Wirtschaftkammer Wien „Vergabe der Goldenen Jetti“ teilnahm. Hier haben wir mit Vienna Sightjogging den ersten Platz belegt.

 

Was denkst du, ist das Um-und-Auf für erfolgreiche Kommunikation mit Medien und für Gesundheits-PR?

Ruth Riehle: Ich bin in dieser Hinsicht ja sehr instinktiv unterwegs. Meiner Erfahrung nach war allerdings eine gute Website-Präsenz und die professionellen Fotos, die ich habe, wichtig.

Heute weiß ich, dass ein Profi in Sachen PR-/Marketing- Beratung schon damals vieles einfacher und effizienter gemacht hätte. Aber mir fehlte das Wissen und das Budget.

 

Kommunikation ist ja auch in der Beziehung zu deinen KundInnen ein großes Thema. Worauf achtest du da besonders?

Ruth Riehle: Das stimmt. Das einzige, das ich bewusst versuche, ist, gut zu zuhören.

Ansonsten agiere ich instinktiv.

Das ist ein Bereich, in dem ich sicherlich noch lernen darf.

 

Wie schaffst du eine ausgeglichene Work-Life-Balance zu haben? Wie tankst du wieder auf?

Ruth Riehle: In den vielen Jahren, in denen ich Menschen auf ihrem Weg zu mehr Bewusstheit und Bewegung begleiten durfte, habe ich selbst sehr viel über mich und meine Bedürfnisse lernen dürfen. Immer wieder bin ich aber auch über meine Grenzen gegangen, bewusst oder unbewusst und musste erkennen und oft auch körperlich spüren, dass ich nicht mehr in meiner Balance bin.

Durch mein Bedürfnis, mich weiterzuentwickeln, auch wenn es ein steiniger Weg war, sind mein Bewusstsein und meine Selbstliebe über die Jahre gewachsen, so dass ich heute sehr gut weiß und spüre, was ich brauche, um in meiner Balance zu bleiben.

Zwei Eigenschaften helfen wohl mir dabei sehr:
1.  gut strukturiert zu sein und 2. mir inzwischen so viel Wert zu sein, dass ich mich von Menschen oder Situationen, die mir nicht gut tun, entferne und sie loslasse.

Energie bekomme ich durch regelmäßige Bewegung, z.B. Laufen Yoga, Wandern, in der Natur sein, Meditation, Lesen, in Ruhe mit mir sein, durch digitales Fasten oder mich Verwöhnen lassen durch eine feine Massage,  oder gutes Essen und feinen Wein trinken, oder ein schönes Konzert anhören, und mit Menschen zusammen zu sein, die wertschätzend sind.

 

 

Mein Körper ist mein Zuhause.

Ruth Riehle

 

 

Was rätst du anderen selbstständigen Frauen? Hast du Tipps?

Ruth Riehle: Was mir sehr geholfen hat, um in meiner Balance zu bleiben, war zum einen, zu lernen, mich selbst zu lieben und mir meinen höchsten Wert zu geben. Auch wenn es bedeutete, mich von manchen Situationen, von faulen Kompromissen und von manchen Menschen und KundInnen mutig verabschieden zu müssen.

Zum anderen half mir das, was ich in meiner Gentle Moving Ausbildung (Feldenkrais nach Wim Luijpers) gelernt habe: „Mach es mal anders.“ Dadurch erweitert sich das eigene Bewusstseinsfenster. Das ist der erste Schritt für eine Veränderung eingehen zu können.

 

 Welche beruflichen Ziele hast du für die Zukunft?

Ruth Riehle: Aktuell ist mein wichtigstes Ziel, möglichst viele Menschen für mein neuestes Angebot run camino! Laufpilgern am Jakobsweg Weinviertel zu begeistern.

 

Ein besonderer Tipp für Ostern 2018: Den Jakobsweg erlaufen

80 Kilometer Pilgerweg, maximal 513 Meter Gesamtanstieg und ein genussvolles Tempo von 8 – 9 Minuten/Kilometer und das Ganze am beliebtesten Pilgerweg in 4 Tagen. run camino! Weinviertel ist das erste Laufpilgern in einer der reizvollsten Regionen Österreichs zu Ostern 2018.
Ein einzigartiger Tipp für Genussläufer und LongJog-Interessierte, für die das Lauferlebnis, bei dem alle Sinnen angesprochen werden, und weniger die erreichte Laufzeit im Vordergrund steht.
Diese Entdeckungsreise im Schritttempo ist auch ein besonderes Geschenk für befreundete begeisterte Läufer, die Laufen mal in einer anderen Art und Weise kennenlernen wollen.

Nähere Infos unter http://ruthriehle.at/inbalance/angebot/

(c) Anna Stöcher run-and-see
(c) Susanne Stemmer Mein Körper ist mein Zuhause

 

Mehr von Ruth Riehle auf

  • www.ruthriehle.at

 

 

 

Welche Erfahrungen haben Sie im Umgang mit Medien? Und wie achten Sie auf Ihre Work-Life-Balance?

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